30.07.14

Auch Europäer frohlocken mit höheren Stahlpreisen

Die Stahlpreise steigen in Frankreich und Spanien, aber noch nicht in Deutschland. Hintergrund sind Preiserhöhungen von Stahlproduzenten, die Marktbeobachter auf höhere Verkaufspreise für türkischen und europäischen Schrott zurückführen. Auch börsengehandeltes Rohstahl wird wieder teurer.

Die Amerikaner haben es ihren europäischen Konkurrenten bereits vorgemacht. So haben vier US-Produzenten zuletzt die Stahlpreise für Betonstahl um 10 US-Dollar je Tonne angehoben. In Europa ist man zwar ein wenig langsamer, dafür fallen die Erhöhungen umso beherzter aus.

"Deutsche Hütten haben noch keine Erhöhung der Stahlpreise für Betonstahl bekanntgegeben, während einige französische- und spanische Produzenten beschlossen, die Betonstahlpreise um 20 Euro pro Tonne anzuheben", teilt das Stahlinformationsportal Steelguru heute mit.

Ursache des Spielraums bei den Stahlpreisen seien die steigenden Schrottpreise in der Türkai und Europa, berichtet Steelguru. Wegen der europäischen Nachfrageflaute kämen die fälligen Erhöhungen jedoch erst mit einer Verzögerung im August oder gar September zum tragen.

Ein Rücksetzer bei dem an der Londoner Metallbörse (LME) gehandelten Rohstahl (Steel Billet) stellt sich Eintagsfliege heraus. Das auf Schrottpreisänderungen sensibel reagierende Steel Billet verteuert sich auf 410 Dollar (305 Euro) je Tonne, nachdem es zu Wochenbeginn auf 400 Dollar (298 Euro) sank.