21.08.14

Europäische Stahlproduktion sinkt 2% - Ukrainische -12%

Das Wachstum der weltweiten Stahlproduktion bekommt einen Dämpfer. Die Stimmung in der Branche hat sich verschlechtert. Europa, China und die Ukraine bremsen die Stahlkonjunktur am stärksten aus. Handelt es sich um einen Vorboten für eine schlechtere Wirtschaftslage oder um Sondereffekte?

Die Rohstahlproduktion in den 65 Ländern, die an den Weltstahlverband Worldsteel berichten, lag im Juli 2014 um lediglich 1,7 Prozent höher als im Juli 2013. Im Juni hatte des Plus noch bei 3,1 Prozent.

In der Europäische Union sank die Produktion um 2,0 Prozent, nachdem sie im Juni noch um 0,7 Prozent zugelegt hatte. Besonders düster sieht es in der Ukraine aus, wo das Minus bei 11,7 Prozent lag nach -6,0 Prozent im Juni.


Auch China wies im Juli mit 1,5 Prozent eine unterdurchschnittlich Rohstahlproduktion aus. Im Juni hatte es noch ein Plus von 4,5 Prozent gegeben.

Hoffnungsträger der globalen Stahlkonjunktur sind die USA. Dort kletterte die Rohstahlproduktion um 1,9 Prozent im Juni und um 2,3 Prozent im Juli.

Allerdings wird in den den USA nur etwa ein Drittel so viel Stahl produziert wie in der EU, Ukraine und Russland und ein Neuntel so viel wie in China. Amerika dürfte daher kaum in der Lage sein die globale Stahlkonjunktur aufzupeppeln.

Die schwachen Rohstahlproduktion muss nicht notwendigerweise mit einer schwächeren Konjunktur zusammen hängen. Im Juli spielen oft Sondereffekte eine Rolle. Stahlproduzenten schalten für Renovierungsarbeiten Hochöfen ab, weil die Nachfrage nach Stahlprodukten während der Ferienzeit gedämpft ist.