26.08.14

Kufperschrottpreis bei 4,00 Euro je Kg mit Luft nach oben

Die Chancen für einen Anstieg der Kupferschrottpreise stehen aufgrund eines höheren Preisniveau auf dem Weltmarkt gut. In den USA steigt die Nachfrage der Bauindustrie für das rote Metall. Ferner klettert die Produktion von Kupferdraht, während die Geldpolitik mit der Notenpresse die Attraktivität von Rohstoffen generell erhöht.

An der Londoner Metallbörse (LME) liegt der Kupferpreis pro Tonne (1.000 Kg) aktuell bei 7.088 US-Dollar bzw. 5.370 Euro. Das sind 150 Euro mehr als vor zwei Wochen. Im Vergleich zum Jahrestief vom 18. März 2014 bei 4.645 Euro hat die Kupferpreisentwicklung inzwischen um 15,6 Prozent zugelegt.

In den USA stieg die Zahl der Baubeginne im Juli 2014 auf den höchsten Stand seit acht Monaten. Für die Konstruktion eines durchschnittliches Einfamilienhaus benötigt man etwa 200 Kilogramm Kupfer.

Die chinesische Kupferdrahtproduktion werde sich in diesem Jahr auf 6,3 Millionen Tonnen erhöhen, wie eine Umfrage des internationalen Kupferverbandes (International Copper Study Group) zeigt. 2013 wurden im Reich der Mitte 6,0 Millionen Tonnen Kupferdraht produziert.

Die durchschnittlichen Ankaufspreise für Kupferschrott mit hoher Reinheit stiegen in den vergangenen Monaten von 3,80 Euro auf 4,00 Euro pro Kilogramm. Die Ankaufspreise für Kupfer mit einer besonders hohen Reinheit von 95 Prozent (Millberry) kletterten von 4,00 Euro auf 4,25 Euro pro Kilogramm.

In Anbetracht der von der Europäischen Zentralbank (EZB) zuletzt noch einmal forcierten Geldpolitik über die Notenpresse entdecken Investoren Kupfer als stabile Wertanlage mit Kurspotential. Die Flucht in den Sachwert Kupfer könnte sich lohnen, zumal die Tonne im Frühjahr 2011 bis zu 7.500 Euro bzw. 10.000 Dollar gekostet hatte.