31.08.14

Weltstahlindex sinkt auf 704 Dollar pro Tonne

Der Weltstahlindex gibt zum dritten Mal in Folge nach. Sinkende Stahlpreise für Lang- und Flacherzeugnisse dürften die Gewinnerwartungen von Industrieschwergewichten wie AcerlorMittal, ThyssenKrupp und U.S. Steel jedoch kaum beeinträchtigen.


In Europa, Nordamerika und Asien fielen die Stahlpreise von 711 Dollar im Juli auf 704 Dollar pro Tonne im August.  Die sinkenden Indextsände bei dem von der Metallberatungsgesellschaft MEPS herausgegeben Weltstahlindex dürften vor allem auf die Flaute auf dem chinesischen Stahlmarkt zurückzuführen sein. In Shanghai sanken die Stahlpreise für Betonstahl zuletzt auf ein Rekordtief bei 2.947 Yuan (364 Euro).

In Europa spricht vieles für eine Fortsetzung der zaghaften Erholung. Branchenprimus ArcelorMittal rechnet mit einem Anstieg der Nachfrage für seine europäischen Stahlprodukte um vier Prozent. Ein Einbruch der Gewinnmargen ist aufgrund der sinkende Stahlpreise nicht zu befürchten, weil die Eisenerzpreise deutlich stärker nachgaben.

In den USA plant ArcelorMittal seinen Absatz von Stahlprodukten um sechs Prozent zu erhöhen. Wegen der brummenden Konjunktur sollte das Ziel problemlos erreicht werden. Die US-Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal 2014 um 1,1 Prozent gegenüber dem ersten Vierteljahr, wie das Statistikbüro in Washington in der letzten Woche mitteilte.

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