14.09.14

Kupferpreisentwicklung 2014 feuert aus drei Zylindern

Bei dem jüngsten Rückgang der Kupferpreisentwicklung dürfte es sich um eine kleine Delle handeln. Die wirtschaftliche Großwetterlage in den USA, Europa und China signalisiert steigende Kupferpreise.



Kupfer hängt seit Monaten am Gängelband der US-Konjunktur. So begannen die Kupferpreise erst zu steigen, nachdem die weltgrößte Volkswirtschaft im ersten Vierteljahr eine Schrumpfkur von 0,73 Prozent gegenüber dem Vorquartal hinter sich ließ.

Seitdem die USA auf den Wachstumspfad zurückkehrten, klettert auch die Kupferpreisentwicklung. Von 6.435 Dollar auf 7.180 Dollar pro Tonne ging es zwischen dem 20. März und 24. Juli 2014 nach oben.

Dahinter stecke in erster Linie das US-Baugewerbe. Der Immobilienmarkt brumme wieder, sagen Analysten. Der verstärkte Bau von Wohnimmobilien schraube wiederum die Kupfernachfrage nach oben..

Als nächste Stütze der Kupferpreisentwicklung könnte China in Erscheinung treten. Einige Investoren seien der Meinung, dass man in Peking ein Konjunkturpaket vorbereite, was wiederum die Kupfernachfrage anschöbe, berichtet das Wall Street Journal.

Zum Jahreswechsel dürfte dann auch die Konjunktur in Europa etwas Fahrt aufnehmen. Zwar wird befürchtet, dass es sich dabei nur um ein Strohfeuer handeln könnte, weil das Wachstum über die Notenpresse der Europäischen Zentralbank (EZB) gespeist wird.

Einem Anstieg der Kupferpreise bis ins erste Quartal 2015 hinein dürfte das aber keinen Abbruch tun. Das Gegenteil ist der Fall. Je stärker die EZB ihre Notenpresse ankurbelt, umso attraktiver wird das hochpreisige Industriemetall Kupfer als Sachwert.