30.10.14

Deutsche Stahlindustrie fristet Mauerblümchendasein

Die Nachfrage in Deutschland nach warm gewalzten Stahl (Hot-Rolled Coil, HRC) sei flau, berichtet die Metallberatungsgesellschaft MEPS. Der allgemeine Geschäftsausblick sei auch wegen der Lage in der Ukraine gemischt.

Im Bereich von Kaltband (Cold-Rolled Coil, CRC) konnten die Stahlproduzenten nach dem Ende der Sommerferien die für das Schlussquartal angedachten Preiserhöhungen nicht durchsetzen. Die in Verbindung mit der Baukonjunktur stehenden Verkäufe von verzinktem Flachstahl seien "statisch", stellt MEPS fest.

"Die deutsche Autoindustrie versucht ihre Kosten für Stahl, wo immer es möglich ist, zu verringern, während sie mit sinkende Exportumsätzen zu kämpften hat", heißt es in dem MEPS-Bericht über die Lage auf dem deutschen Stahlmarkt.

Deutschlands Wirtschaft leidet offenbar unter einer tiefgreifenden Investitionsschwäche. Darauf deuten auch Bemerkungen des Konzernlenkers von Voestalpine, Wolfgang Eder, hin:

"Wir sind etwa der größte Schienenlieferant der Deutschen Bahn, daher weiß ich: Da gab es in den vergangenen Jahren große Zurückhaltung. Gleiches gilt für die Straßen. Dafür zügig Geld auszugeben könnte die Konjunktur stimulieren", sagte Eder der deutschen Wochenzeitung "Zeit".