22.12.14

Stahlpreise und Stahlmarkt aktuell

In Deutschland habe der Stahlpreis für Warmband (Hot-Rolled Coil) zu Beginn des Monats Dezember nachgeben, berichtet die Metallberatungsgesellschaft MEPS. Die Erwartungen für das nächste Jahr seien mager, weil die Wirtschaft nicht so gut vorankomme wie erwartet.

Die Rohstahlproduktion in den 65 Ländern, die an den Weltstahlverband Worldsteel berichten, tritt auf der Stelle. Im November 2014 wurden mit 130,53 Millionen Tonnen Rohstahl so viel wie im November 2013 produziert. In der Europäischen Union ging die Rohstahlproduktion um 0,8 Prozent auf 14,38 Millionen Tonnen zurück.

In Belgien war der Stahlpreis für Hot-Rolled Coil Anfang Dezember niedriger als Anfang November, meldet MEPS. Wegen den Stahlimporten aus Drittländern sei ferner der Stahlpreis für Grobblech beeinträchtigt worden.

"Der Ausblick für Baustahl über die Wintermonate ist düster, während sich der Angebotsdruck intensiviert hat, obwohl die Nachfrage schwach bleibt", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen Analysten des chinesischen Rohstoff-Brokers Nanhua Futures.

Der europäische Stahlverband Eurofer könnte bei der EU-Kommission beantragen, chinesische Baustahlimporte mit Strafzöllen zu belegen. Man sei "absolut dazu entschlossen zu handeln", sagte der für internationale Angelegenheiten zuständige Eurofer-Direktor Karl Tachelet in Brüssel.

China hat seinen Marktanteil im Baustahlsegment in der EU von 0 Prozent im Jahr 2012 auf 20 Prozent im Jahr 2014 erhöht. Eurofer wirft China vor Baustahl unter den Produktionskosten auf den EU-Binnenmarkt zu werfen.

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