20.02.15

Londoner Stahlpreis sinkt von 480 Dollar auf 390 Dollar

Der Stahlpreis für Halbzeug aus Stahl (Knüppel, engl. Steel Billet) sinkt auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem halben Jahr. An der Londoner Metallbörse (LME) bricht der Stahlkontrakt für Steel Billet innerhalb von zwei Wochen von 480 Dollar auf 390 Dollar (-18,75 Prozent) pro Tonne ein.


Der US-Stahlkontrakt für Warmband notiert an der Warenterminbörse in Chicago aktuell auf Tiefstständen bei 530 Dollar. Der inländische Warmbandpreis in den Vereinigten Staaten sank in der Woche, die am 15. Februar 2015 endete, um 18 Dollar auf 529 Dollar pro Tonne. Gegenüber dem Vormonat war warm gewalzter Stahl 64 Dollar günstiger, meldet The Steel Index.

In Europa hergestelltes Warmband hat in den vergangenen vier Wochen zugelegt. In Südeuropa kletterte der Stahlpreis um 18 Euro auf 405 Euro. In Nordeuropa verteuerte sich warm gewalzter Stahl um 10 Euro auf 414 Euro nach.

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Die Zeichen im produzierenden Gewerbe des alten Kontinentes stehen auf Expansion. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) im Euroraum lag im Februar 2015 mit 51,1 Punkten über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern, teilte das Marktforschungsinstitut Markit mit.

Ferner verbessert die die Lage der stahlintensiven Wirtschaft Italiens. Die Auftragseingänge in der Industrie stiegen im Dezember 2014 um 4,5 Prozent zum Vormonat, meldete die Statistikbehörde Istat. Das Plus lag deutlich über den Erwartungen der Analysten. Die Industrieproduktion in Italien, das in der EU nach Deutschland am meisten Stahl produziert, dürfte damit weiter an Fahrt aufnehmen.