06.02.15

Stahlpreise und Stahlmarkt im Februar 2015

Die europäischen Stahlpreise steigen. Sowohl in Nordeuropa als auch in Südeuropa geht es zum Monatsauftakt auf breiter Flur nach oben. Am kräftigsten klettern die Grobblechpreise, die sich in den vergangenen vier Wochen im Norden um 17 Euro auf 515 Euro und im Süden um 20 Euro auf 480 Euro pro Tonne erhöhten.

Zu einem Fiasko kam es in den USA. Der Januar sei ein "brutaler Monat" für amerikanische Stahlproduzenten gewesen. Der Stahlpreis für Warmband (Hot-Rolled Coil) gab in den vergangenen vier Wochen um mehr als acht Prozent nach, meldet Shanghai Metal Markets. Der Referenzpreis für Warmband sank mit 554 Dollar pro Tonne auf den tiefsten Stand seit November 2010.

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Die Nachfrage nach Walzstahl in der Europäischen Union soll in diesem Jahr laut Prognosen von Experten um etwa ein bis zwei Prozent steigen.

Der Auftragseingang in der deutschen Stahlindustrie für Walzstahlprodukte erhöhte sich vierten Quartal 2014 um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Es war bereits das sechste Quartal in Folge, in dem ein Auftragsplus erzielt wurde.

"Die Aussichten stehen gut, dass sich der Aufwärtstrend im Auftragseingang in den kommenden Wochen fortsetzen wird. Hierfür sprechen auf der einen Seite verbesserte gesamtwirtschaftliche Faktoren, wie insbesondere der abgewertete Euro-Kurs und der Rückgang der Ölpreise", teilt die Wirtschaftsvereinigung Stahl mit.