10.02.15

Stahlpreise und Stahlmarkt im Februar 2015 - Update 1

Zum ersten Mal seit drei Monaten kommt es zu einer Änderung des Stahlpreises für Rohstahl. Der an der Londoner Metallbörse (LME) gehandelte Kontrakt sinkt von 480 Dollar auf 475 Dollar pro Tonne. Bei einem von der LME angegebenen EUR/USD-Wechselkurs von 1,1273 kostet Steel Billet damit 421 Euro pro Tonne.

Auch der börsengehandelte US-Kontrakt für warm gewalzten Stahl (Hot-Rolled Coil) gibt weiter nach. Mit 538 Dollar pro Tonne markiert Warmband ein Rekordtief. Seit Jahresbeginn 2015 sank die Stahlpreisentwicklung um 97 Dollar. Im Vergleich zum Februar 2014 wurde Hot-Rolled Coil inzwischen um 117 Dollar günstiger.

Deutschlands Rohstahlproduktion lag im Januar 2015 um 0,5 Prozent höher als im Januar 2014, teilte die Wirtschaftsvereinigung Stahl mit. Es war der erste Anstieg seit fünf Monaten. Insgesamt wurden 3,68 Millionen Tonnen Rohstahl produziert.

Die italienische Industrieproduktion ist im Dezember 2014 überraschend gestiegen. Sie legte um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat zu, wie das Statistikamt Istat heute meldete. Italien ist nach Deutschland zweitgrößter Stahlproduzent der EU.

Die italienische Stahlkonjunktur dürfte auch wegen besseren Wachstumsperspektiven auf die Beine kommen. Italiens Notenbank erhöhte ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 0,4 Prozent auf 0,5 Prozent. 2016 werde die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone um mehr als 1,5 Prozent wachsen, sagte der Chef der Banca d'Italia, Ignazio Visco, auf einer Finanzkonferenz in Mailand.

In Südeuropa kletterten die Stahlpreise für Warmband ab Werk im Januar 2015 um 9 Euro auf 395 Euro pro Tonne. In Nordeuropa kam es hingegen lediglich zu einem Anstieg um 2 Euro auf 407 Euro.