02.03.15

Stahlpreise und Stahlmarkt im März 2015

An der Londoner Metallbörse (LME) kommt es zu einer Unterbrechung des Absturzes des Stahlpreises. Die Rohstahlnotierung stabilisiert sich bei 295 Dollar pro Tonne. Bei dem von der LME angegebenen EUR/USD-Umrechnungskurs von 1,1234 ergibt sich ein Rohstahlpreis von 263 Euro. Vor einem Monat waren es noch 480 Dollar bzw. 425 Euro.

Der Stahlpreis für in den USA hergestelltes Warmband sinkt zum Monatsende Februar 2015 auf ein Vierjahrestief. Der Tagespreis fällt um 5 Dollar auf 515 Dollar, meldet Shanghai Metals Market. Hintergrund sei eine schwache Nachfrage der Stahleinkäufer sowie die auf einem Sechsjahreshoch liegenden Lagerbestände von Stahl-Service-Centern.

Die Industriekonjunktur in den USA kühlt sich ab. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das produzierende Gewerbe sinkt von 53,5 Punkten im Januar 2015 auf 52,9 Zähler im Februar 2015. Der Rückgang fällt stärker aus als von Volkswirten erwartet. Der als glänzende Frühindikator geltende ISM-Index befindet sich nun auf dem tiefsten Stand seit einem Jahr.

In Italien, das nach Deutschland am meisten Stahl in der EU produziert, klettert der Einkaufsmanagerindex für das produzierende Gewerbe um 2,0 Punkte auf 51,9 Zähler. Damit befindet sich der Index sehr viel deutlicher über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten als von Analysten prognostiziert, die mit einem Wert von 50,2 Punkten gerechnet hatten.

In Südeuropa liegt die Stahlpreise für Warmband aktuell mit 403 Euro pro Tonne um 17 Euro höher als zu Jahresbeginn. Grobblech ist mit 480 Euro um 20 Euro teurer.