04.11.15

Stahlpreise und Stahlmarkt im November 2015 - Deutschland

Angela Merkel macht sich in China für die deutsche Stahlindustrie stark. Aufgrund verschiedener Umweltauflagen könnten einige Länder günstiger Stahl produzieren als andere, habe die Stahlindustrie erklärt. Es gehe darum, einen unfairen Wettbewerb nicht zuzulassen. "Deshalb ist da ein gewisser Marktschutz notwendig", sagte die Bundeskanzlerin bei einem deutsch-chinesischen Wirtschaftskongress in der Provinzstadt Hefei.

"Deutsche Industrie bleibt im Oktober auf moderatem Wachstumskurs", berichtet Markit. Der von dem Forschungsinstitut ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) lag im Oktober bei 52,1 Punkten nach 52,3 Zählern im September. Konjunkturoptimisten sind angesichts des minimalen Rückgangs ein wenig erleichtert. Die Bundesbank  bemängelte zuvor in ihrem Monatsbericht, dass die deutsche Industrie nicht so recht in Schwung käme.

"Beim Auftragseingang verzeichnete der Industriesektor den elften Monat in Folge einen Zuwachs. Die Produktion wurde abermals ausgeweitet, die Steigerungsrate verlangsamte sich gegenüber den beiden Vormonaten jedoch leicht", erläutert Markit. Der PMI-Index beruht auf einer Befragung von 500 deutschen Unternehmen.

Im Mai, als die Wachstumsprobleme Chinas hochkochten, war der deutsche PMI auf 51,1 Punkten gefallen. Seitdem konnte er sich sukzessive erholen. Dies ist zum einen ein Indiz dafür, dass sich die Konjunktur in China nicht so stark abkühlt, wie befürchtet. Zum anderen spiegelt sich darin der Umstand wieder, dass die Industriekonjunktur in den großen Euroländern Frankreich und Italien besser läuft.

Der italienische PMI kletterte im Oktober auf 54,1 Punkte. In Frankreich liegt der von Analysten wegen seiner Eigenschaft als Frühindikator aufmerksam beobachte PMI-Index bei 50,6 Punkten. Frankreich hinkt zwar weiterhin hinterher. Wichtig ist aber, dass der französische PMI den zweiten Monat in Folge über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten liegt.