23.08.16

Stahlpreise und Stahlmarkt: Dienstag, 23. August 2016

Deutschlands Industriesektor bleibt auf Wachstumskurs. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) der Forschungsfirma Markit liegt im August bei 51,8 Punkte und damit knapp 2 Zähler über der Wachstumsschwelle. Von einem solchen Wert kann Frankreichs Produzierendes Gewerbe nur träumen. Hier sinkt der PMI-Index auf 48,5 Zähler. Die Industrie ist am Schrumpfen.

Frankreichs Rohstahlproduktion sank in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres um 10,6% auf 8,38 Millionen Tonne, wie aus den aktuellen Zahlen des Weltstahlverbandes Worldsteel hervorgeht. In Deutschland gab es ein Minus von 2,0% auf 25,25 Millionen Tonnen. Stahlunternehmen wie ThyssenKrupp und Salzgitter konnten sich recht gut behaupten. EU-weit sank der Stahlausstoß um 5,8%.

Obwohl China seine Rohstahlproduktion im Juli 2016 gemäß den Daten von Worldsteel um 2,6% auf 66,81 Millionen Tonnen erhöhte, steigen die Stahlpreise im Reich der Mitte weiter. Der in Shanghai meistgehandelte Betonstahlkontrakt für den Monat Januar 2017 klettert zwischenzeitlich bis auf 2.602 Yuan (346 Euro). Das ist der höchste Stand seit vier Monaten.

Der am Gängelband der chinesischen Industrie hängende Eisenerzpreis bleibt über 60 US-Dollar je Tonne - nach 55,10 Dollar vor 4-Wochenfrist. Der Preis für Kokskohle, einem weiteren zentralen Rohstoff für die Stahlproduktion, erhöhte sich seit Mitte Februar 2016 um mehr als 60%. Aktuell kostet Kokskohle am Spotmarkt knapp 120 US-Dollar je Tonne.