02.09.16

thyssenkrupp gibt kein gutes Bild ab

Bei thyssenkrupp gilt offenbar nicht das, was bei Volkswagen gilt: Der Betriebsrat von Deutschlands größtem Autobauer hat einen Abbau der Stammbelegschaft mit einer Verkleinerung des Vorstands verquickt und schon war das Thema von Tisch. Die Arbeitnehmer von thyssenkrupp befürchten hingegen, dass von den rund 19.000 Beschäftigten in der Stahlsparte etwa 3.500 von Stellenstreichungen betroffen sein könnten.


"Wenn sich jemand trauen sollte, dort (bei der Stammbelegschaft) abbauen zu wollen, müssten wir auch den Vorstand verkleinern!", sagte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh der "Bild"-Zeitung. Bei thyssenkrupp sind die Arbeitnehmer nicht in einer so starken Position. Konzernchef Heinrich Hiesinger lässt seit Jahresbeginn Gerüchte über Fusionen ins Kraut schließen. Solche Zusammenschlüsse machen in der Regel nur Sinn, wenn Kosten und Arbeitsplätze abgebaut werden.

Deutschlands Automarkt brummt: Im August 2016 wurden 245.100 Pkw neu zugelassen, teilt der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Das waren 8% mehr als im August 2015. "Der deutsche Pkw-Markt zeigt sich weiterhin dynamisch. Dazu tragen derzeit auch die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sowie die gute Beschäftigungslage bei", kommentiert VDA-Präsident Matthias Wissmann.