18.10.16

Stahlpreise und Stahlmarkt: Dienstag, 18. Oktober 2016

3 Forderungen der Stahlindustrie
Die Chefs der europäischen Stahlkonzerne fordern den Ministerrat vor dem EU-Gipfel dazu auf, mehr für den Erhalt der Stahlindustrie zu tun. Es geht um drei Aspekte:
  1. China soll den EU-Marktwirtschaftsstatus nicht in jener Form bekommen, wie man es dem Land einst versprochen hatte.
  2. Schnellere und höhere Schutzzölle auf importierten Stahl, der unter Herstellkosten erzeugt wurde.
  3. Ein mit weniger Kosten verbundener Emissionshandel ab dem Jahr 2020.
58 Stahlchefs haben den Brief an Merkel, Renzi, Hollande und Co. unterschrieben.

Stahlpreise klettern nach oben
Die Stahlpreis in China sind am steigen. Der meistgehandelte Betonstahlkontrakt klettert in Shanghai auf den höchsten Stand seit eineinhalb Monaten. 2.427 Yuan (327 Euro) erreicht der Kontrakt. Chinesisches Warmband verteuerte sich zuletzt um 4 US-Dollar auf 352 Dollar (318 Euro), wie aus einer Preisliste von "Steel Benchmarker" hervorgeht. Es ist damit um 15 Dollar teurer als Anfang August 2016. Seit dem Beginn der zweiten Jahreshälfte stieg der Warmbandpreis um 39 Dollar.

Kreditvergabe Achillesferse für Stahlkonjunktur
Chinesische Banken haben ihre Neukreditvergabe im September 2016 um 28% gegenüber dem Vormonat gesteigert. Viel Geld fließt weiterhin in den kräftig wachsenden Immobilienmarkt, was den jüngsten Anstieg der Stahlpreise ein Stück weit nachvollziehbar macht. In den kommenden Monaten rechnet man allerdings damit, dass Peking etwas weniger Kredite ausreichen lässt, um den Immobiliensektor nicht zu heiß laufen zu lassen. Dies sollte dann auch die Stahlpreise wieder ein Stück weit dämpfen.