25.11.16

Stahlpreise und Stahlmarkt: Freitag, 25. November 2016

Thyssenkrupp-Vorstand liefert nicht
Thyssenkrupp rechnet wegen dem Wahlsieg von Donald Trump mit guten Geschäften auf dem US-Stahlmarkt. Trump hat versprochen, eine Billion US-Dollar in die Infrastruktur zu investieren. "Ich glaube, wir sind in einer ziemlich guten Verfassung", sagt Vorstandschef Heinrich Hiesinger dem Finanzkanal CNBC mit Blick auf die Präsenz von Thyssenkrupp in den USA.


Börsianer teilen Hiesingers US-Optimismus nicht. Die Thyssenkrupp-Aktie ist zwar seit der Präsidentschaftswahl von 20,41 Euro auf 21,50 Euro (+5,34%) gestiegen. Anteilsscheine der Firma Salzgitter, die fast ausschließlich auf dem deutschen Markt aktiv ist, kletterten hingegen deutlich stärker von 27,76 Euro auf 30,36 Euro (+9,37%).

Hiesinger steht in der Kritik, weil er seit knapp einem Jahr Gerüchte über eine mögliche Zusammenlegung des Stahlgeschäftes von Thyssenkrupp mit dem europäischen Stahlarm des indischen Tata-Konzerns ins Kraut schießen lässt. Mit dieser Hängepartie verunsichere er die Belegschaft. Er demotiviere neben den Stahlarbeitern auch die Angestellten in der Stahlsparte und mindere damit die Ertragskraft des Konzerns, sagen Kritiker.

Eisenerzpreis übers Ziel hinausgeschossen?
Die hohen Preise für Eisenerz seien über dem Niveau, welches fundamental gerechtfertigt wäre, analysiert der australische Finanz- und Beratungskonzern Macquarie. Der Eisenerzpreis kletterte Mitte November auf ein 2-Jahreshoch bei 79,70 US-Dollar (74,50 Euro). Es folgte ein Rückfall auf 70,34 Dollar (66,36 Euro) und ein neuerlicher Anstieg auf aktuell 76,90 Dollar (72,55 Euro).