04.11.16

Stahlpreise und Stahlmarkt: Freitag, 4. November 2016

Stahlpreise mit Wind unter den Flügeln
Die Stahlpreise setzen ihre Anstiege auf breiter Flur fort. So klettert der Stahlschrottpreis an der Londoner Metallbörse (LME) um weitere 10 US-Dollar auf 260 Dollar (234 Euro) je Tonne. Der Betonstahlkontrakt gewinnt 5 Dollar auf 410 Dollar (369 Euro). Die seit einem Jahr an der LME gehandelten Stahlkontrakte, die anders als der preisträge Knüppelkontrakt nicht mit physischem Stahl unterlegt sind, erreichen 5-Monatshochs.


Ausblick Stahlkonjunktur
In Europa lägen die Stahlpreise trotz des diesjährigen Anstiegs noch immer im Schnitt um 8% unterhalb des Vorjahresniveaus, gibt Klöckner-Chef Gisbert Rühl zu bedenken. Stützen könnte sich die Stahlpreisentwicklung neben den Anti-Dumping-Maßnahmen auf die steigende Stahlnachfrage aus der Bau- und Automobilindustrie.

Teures Eisenerz, noch teurere Kohle
Interessante Neuigkeiten kommen vom chinesischen Stahlmarkt, wo der Betonstahlpreis mit 2.646 Yuan (353 Euro) auf den höchsten Stand seit September 2014 klettert. Die Anstrengungen der chinesischen Regierung den Stahlausstoß zu senken, hätte den Anstieg der Stahlpreise angestoßen, berichtet Reuters.

Der deutlich gestiegene Preis für Kokskohle hätte den Preise für höherwertiges Eisenerz angetrieben, analysiert "The Steel Index". Eisenerz mit einem Gehalt von 62% ist aktuell mit 64,50 Dollar (58,11 Euro) so teuer wie zuletzt vor einem halben Jahr. In Australien stieg der Kokskohlepreis in dieser Woche mit 266 US-Dollar (239 Euro) auf den höchsten Stand seit fünf Jahren.