02.12.16

Stahlpreise und Stahlmarkt: Freitag, 2. Dezember 2016

Stahlschrott- und Betonstahlpreise steigen
Der Stahlschrottpreis an der Londoner Metallbörse (LME) steigt zum Monatsauftakt von 265 US-Dollar (250 Euro) auf 278 Dollar (262 Euro). Betonstahl der Güte B500C (Durchmesser 16-20 Millimeter) verteuert sich um 14 Dollar auf 438 Dollar (413 Euro). In Shanghai klettert der Betonstahlkontrakt um 2% auf 3.017 Yuan (413 Euro). Der US-Warmbandkontrakt steigt von 510 Dollar auf 562 Dollar je Short Tonne (584 Euro je Tonne).

Eisenerz, Kohlepreise
Eisenerz schießt um 8,5% auf 78,36 Dollar (73,92 Euro) hoch. Einen so starken Tagesanstieg erfuhr der Eisenerzpreis zuletzt im April, als chinesische Spekulanten Stahl-Terminkontrakte nach oben trieben. Der Kokskohlepreis sinkt zwar von 308 Dollar auf gut 300 Dollar (283 Euro). Gleichwohl ist Kohle immer noch dreimal so teuer wie vor einem Jahr, als der Weltmarktpreis bei lediglich 70 Dollar (66 Euro) gelegen hatte.

Australische Bergbaufirmen gaben sich unlängst bei Verhandlungen mit japanischen Stahlproduzenten noch mit einen Kohlepreis von 200 Dollar zufrieden. Es sei aber unklar, wie lange Minenbetreiber die große Differenz zwischen dem Kohlepreis am Kassamarkt und dem Lieferpreis noch tolerierten, heißt es auf "Mining.com".

Stahlnachfrage der Automobilindustrie 2017
Anders als im Jahr 2016, dürfte die Stahlnachfrage aus der Automobilindustrie 2017 keine großen Sprünge machen. Der westeuropäische Pkw-Markt werde im laufenden Jahr um 5% auf 13,9 Millionen Einheiten wachsen, sagt der Verband der Automobilindustrie (VDA). Für nächstes Jahr rechnet man ebenfalls mit 13,9 Millionen Einheiten. Der VDA spricht von einer "stabilen Entwicklung". Man drückt sich davor, das Kind beim Namen zu nennen. Es handelt sich um eine Stagnation. Die Automobilhersteller laufen Gefahr im Falle einer Wirtschaftsflaute wie 2008 mit hohen Überkapazitäten dazustehen.