09.12.16

Stahlpreise und Stahlmarkt: Freitag, 9. Dezember 2016

Wirtschaft bleibt auch 2017 auf Wachstumskurs
Die Deutsche Bundesbank erhöht ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 1,6% auf 1,8%. Für 2017 gehen die Volkswirte ebenfalls von einer Steigerung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,8% aus. Im Juni hatten sie ein Wachstum von 1,7% vorausgesagt. "Im Inland werde das Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahren die Ausweitung des Produktionspotenzials spürbar übersteigen", erläutert die Bundesbank.

Exportfirmen haben im Oktober ihre Warensaufuhren gegenüber dem Vormonat um 0,5% auf 100,6 Milliarden Euro gesteigert, teilt das Statistische Bundesamt mit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es hingegen ein Minus von 4,1%. Rückläufig waren die Exporte in die EU. Sowohl bei den Ausfuhren in die Euroländer (-4,1%) als auch in die Nicht-Euroländer (-5,4%) gab es ein Minus. Besser lief der Handel mit Drittstaaten wie China. Hier legten die deutschen Exporte um 3,4% zu.

Stahlpreise auf 6-Monatshoch
Am Stahlmarkt kommt es zu weiteren Aufschlägen bei den Stahlpreisen für Betonstahl und Stahlaltschrott. An der Londoner Metallbörse (LME) verteuert sich Betonstahl der Güte B500C (Durchmesser 16-20 Millimeter) um 2 US-Dollar auf 438 Dollar (406 Euro). Damit erreicht der Kontrakt den höchsten Stand seit einem halben Jahr. Der Stahlschrottkontrakt steigt mit 280 Dollar (259 Euro) ebenfalls auf ein 6-Monatshoch.

Derweil wurde der seit einem Jahr an der LME gehandelte Stahlschrottkontrakt mit einem Branchenpreis ausgezeichnet. Er sei der innovativste Kontrakt im Rohstoffsektor. Im Oktober konnte ein Rekordumatz von 147.000 Tonnen erreicht werden. Auch der vor einem Jahr lancierte Betonstahlkontrakt wird von den Händlern in Europa, Nordamerika und Asien angenommen. Stahlschrott- und Betonstahlkontrakt seien wichtige Instrumente für das Risiko Management in der Stahlindustrie, sagt LME-Direktor Matthew Chamberlain.