07.12.16

Stahlpreise und Stahlmarkt: Mittwoch, 7. Dezember 2016

Industrieproduktion enttäuscht
Die Ausbringungen des Verarbeitenden Gewerbes sind deutlich schwächer ausgefallen als erwartet. Die Unternehmen weiteten ihre Produktion im Oktober lediglich um 0,3% gegenüber dem Vormonat aus, teilt das Statistische Bundesamt mit. Bankenvolkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,9% gerechnet. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe sei "damit zögerlich ins vierte Quartal gestartet. Die verbesserten industriellen Auftragseingänge wurden noch nicht in eine höhere Produktion umgesetzt", kommentiert das Bundeswirtschaftsministerium.

Metallpreise ziehen wieder an
Der Kupferpreis klettert mit 5.915 US-Dollar (5.528 Euro) je Tonne auf den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren. Der Kupferschrottpreis dürfte bald nachziehen. Für hochwertigen Kupferdraht (Millberry) zahlen Schrotthändler aktuell im Schnitt 4,59 Euro je Kilogramm - nach 4,68 Euro/kg Ende November. Auch für die Buntmetalle Blei und Zink, deren Preisentwicklungen als heißgelaufen gelten, geht es nach einem kleinen Rücksetzer wieder hoch. Sie steigen jeweils um 1%. Damit kostet Blei 2.307 Dollar (2.156 Euro), Zink 2.730 Dollar (2.551 Euro).

Stahlaktien: Kurse knistern
Die Salzgitter-Aktie klettert mit 33,74 Euro auf den höchsten Stand seit August 2015. Allein in den letzten fünf Monaten haben die Anteilsscheine von Deutschlands zweitgrößtem Stahlproduzenten im Lichte steigender Stahlpreise um 47% zugelegt. ThyssenKrupp erreicht mit 22,78 Euro ebenfalls den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren. Die Aktie von ArcelorMittal klettert auf 7,85 Euro. Noch im Februar waren die Papiere lediglich 2,86 Euro wert.