19.12.16

Stahlpreise und Stahlmarkt: Montag, 19. Dezember 2016

Stahlbedarf wächst und wächst
Die deutsche Wirtschaft ist in den stahlintensiven Bereichen besonders kräftig am expandieren. Angetrieben vom Verarbeitenden Gewerbe und dem Bauhauptgewerbe klettert das ifo-Geschäftsklima im Dezember auf den höchsten Stand seit mehr als zweieinhalb Jahren. "Die Nachfrage und der Auftragsbestand zogen merklich an. Dementsprechend wollen mehr Unternehmen die Produktion in den kommenden Monaten anheben", berichtet ifo-Präsident Clemens Fuest.

Auch das Bauhauptgewerbe setze seine Rekordjagd fort. Den Baufirmen ginge es seit der Wiedervereinigung noch nie so gut, sagt das ifo-Institut, an dessen Umfrage etwa 7.000 Führungskräfte teilnahmen. Aus einer internen Konjunkturerhebung des Bauhauptgewerbes geht hervor, dass die deutsche Bauwirtschaft aktuell die höchsten Auftragsbestände seit 21 Jahren hat. (FAZ, 18.12.16)

Stahlpreise Europa
Die Stahlpreise in Europa für Walzstahlerzeugnisse steigen im Dezember angetrieben von einem scharfen Anstieg der Rohstoffkosten sprunghaft weiter, heißt es in einer Meldung auf "scrapregister.com". Hinzu komme, dass Importstahl aufgrund von Strafzöllen auf Warmwalz- und Kaltwalzprodukte nur eingeschränkt verfügbar sei. Die Drohung der EU-Behörden, die Anti-Dumping-Maßnahmen auf feuerverzinkten Stahlprodukte aus China auszuweiten, habe zu einem signifikanten Rückgang der Bestellungen bei chinesischen Stahlproduzenten geführt.

Der Stahlpreis für Warmband ist in Deutschland, Frankreich und Benelux per 12. Dezember 2016 auf 551 Euro gestiegen. Das war der höchste Stand seit April 2014. Weil sich zuletzt auch das Geschäftsklima der französischen Produzenten spürbar verbessert hat, dürfte sich die Stahlpreisentwicklung weiter nach oben bewegen.

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