05.12.16

Stahlpreise und Stahlmarkt: Montag, 5. Dezember 2016

Deutsche Konjunktur: Beginnt gerade eine Talfahrt?
Der Ausblick für die deutsche Wirtschaft trübt sich im Dezember ein. Der Sentix-Konjunkturindex ist allerdings nur leicht gesunken. Das Forschungsinstitut spricht in Anbetracht der weiter anhaltenden Hochkonjunktur (Boomphase) von einem "Jammern auf hohem Niveau". Es lasse sich aber feststellen, dass "der Funke der Wirtschaftsbelebung, der für die US-Wirtschaft nach den Präsidentschaftswahlen festzustellen ist, nicht auf Deutschland/Euroland übergesprungen ist."

Metallmarkt: Bleipreis jenseits von Gut und Böse
Der Preis für das giftige Schwermetall Blei kletterte vor einer Woche auf ein 5-Jahreshoch bei 2.514 US-Dollar je Tonne. Rohstoffanalysten sprechen von einer Überhitzung. Die Verwendung von Blei beschränkt sich inzwischen auf Autobatterien. Gemäß der "Internationalen Blei und Zink Study Group" wird das Bleiangebot die Nachfrage im laufenden Jahr um 42.000 Tonnen übersteigen. Im nächsten Jahr sollen es 23.000 Tonnen sein. Wegen dem Angebotsüberhang erscheint der steile Anstieg des Bleipreises völlig ungerechtfertigt.

Zink und Kokskohle haben sich ebenfalls erheblich verteuert. Der Zinkpreis verdoppelte sich von 1.462 Dollar Mitte Dezember 2015 auf auf 2.907 Dollar Ende November 2016. Der Kokskohlepreis verdreifachte sich auf 300 Dollar. Der für die Stahlproduzenten wichtige Eisenerzpreis steht aktuell bei 78 Dollar und damit deutlich höher als von fast allen Rohstoffexperten der Banken zu Jahresbeginn prognostiziert.

Kupferpreis vor neuem Anstieg
Der Kupferpreis nimmt einen erneuten Anlauf die Marke von 6.000 Dollar zu knacken. Aktuell wird das Industriemetall bei 5.851 Dollar gehandelt. Der Kupferschrottpreis für Millberry steigt auf von 4,52 Euro je Kilogramm auf 4,58 Euro/kg. Der Preis für gemischten Kupferschrott (Raff) sank in der zurückliegenden Woche von 4,19 Euro auf 4,08 Euro/kg. Er dürfte nun wieder steigen.

Zum Thema:
Diagramme Altmetallpreise (Euro je kg)