13.01.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Freitag, 13. Januar 2017

Stahlpreise im Dezember
Die europäischen Stahlpreise haben ein starkes Jahresfinish hingelegt. In Nordeuropa lag der durchschnittliche Warmbandpreis Ende Dezember bei 555 Euro je Tonne, heißt es in einem Stahlmarkt-Bericht auf "scrapregister.com". ArcelorMittal sei gleich zu Monatsbeginn mit einer Preiserhöhung von 20 Euro je Tonne vorgeprescht. Hot-Rolled Coil aus südeuropäischen Hochofen kletterte auf 530 Euro.

US-Warmband mit Trump Effekt
In den Vereinigten Staaten erhöhte sich der Stahlpreis für Warmband im Dezember um 48 US-Dollar auf 588 Dollar je Short Tonne (617 Euro je Tonne). Marktbeobachter sprechen vom Trump-Effekt. Der nächste US-Präsident will massiv in die Infrastruktur investieren und hat versprochen, Industriearbeitsplätze in den Nordosten der USA zurückzuholen.

Metallpreise im Januar
Der Stahlschrottpreis ist in der ersten Januarhälfte an der Londoner Metallbörse (LME) von 278 US-Dollar auf 291 Dollar gestiegen. Der Betonstahlkontrakt erhöhte sich um 7 Dollar auf 435 Dollar. Deutlich stärker konnte chinesischer Betonstahl zulegen. Er verteuerte sich von 2.951 Yuan (401 Euro) auf 3.212 Yuan (439 Euro).

Preise für Eisenerz und Kokskohle
Eisenerz verbuchte 2017 bislang einen kräftigen Anstieg. Der Eisenerzpreis klettere von 79,40 Dollar auf 83,58 Dollar (+5,26%). Der Kokskohlepreis blieb hingegen auf einer Talfahrt. Seine Verluste der letzten Monate summieren sich inzwischen auf 40%. Nach etwas mehr als 300 Dollar je Tonne im Oktober liegt der Kohlepreis aktuell bei 200 Dollar.