18.01.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Mittwoch, 18. Januar 2017

Stahlschrottpreise haben Aufwind
Schrotthändler haben den Ankaufspreis für Mischschrott von 110 Euro je Tonne im Dezember 2016 auf 130 Euro im Januar 2017 angehoben. Der Schrottpreis für Scherenschrott mit einer Dicke von 3 bis 6 Millimeter erhöhte sich von 120 Euro auf 140 Euro. Edelstahlschrott der Legierung V2A kletterte von 0,65 Euro je Kilogramm auf 0,72 Euro/kg.

Stahlkonjunktur Deutschland 2017
Die Rohstahlproduktion in Deutschland werde 2017 um 1% auf 42,7 Millionen Tonnen steigen, prognostiziert die Wirtschaftsvereinigung Stahl. Von einer nachhaltigen Erholung der Stahlindustrie könne aber nicht die Rede sein. Der Konjunkturausblick sei mit Unsicherheiten behaftet. Hinzu kämen ungelöste Probleme bei den weltweiten Stahl-Überkapazitäten sowie starke Schwankungen der Preise für Kokskohle und Eisenerz.

"Die globale Strukturkrise beim Stahl ist weiter ungelöst", sagt der Lobbyverband der deutschen Stahlunternehmen. Dies zeige sich an der niedrigen weltweiten Kapazitätsauslastung, die sich trotz der konjunkturellen Stabilisierung im vergangenen Jahr bei 71 Prozent und damit unverändert nahe historischen Tiefständen befände.

Kupferpreise mit Verlusten
Nach einen Anstieg im laufenden Jahr um 400 US-Dollar auf 5.860 Dollar je Tonne fällt der Kupferpreis etwas zurück. 5.772 Dollar kostet das rote Industriemetall aktuell. Noch stärker sinkt der Kupferschrottpreis. Millberry fällt von 4,71 Euro/kg auf 4,54 Euro. Schrotthändler nehmen recht große Abschläge vor, auch weil der Euro-Wechselkurs mit 1,07 US-Dollar auf den höchsten Stand seit sechs Wochen steigt.