13.03.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Montag, 13. März 2017

Stahlproduktion erneut gesteigert
Die Rohstahlproduktion in Deutschland konnte den den dritten Monat in Folge zulegen. Thyssenkrupp, Salzgitter und andere erhöhten ihre Stahlproduktion im Februar um 2,6% auf 3,453 Millionen Tonnen, teilt die Wirtschaftsvereinigung Stahl mit. Bei warmgewalzten Erzeugnissen steigerten die Unternehmen ihren Ausstoß um 5,8% gegenüber dem Vorjahresmonat.

Stahlkrisen-Gerede in die Mottenkiste?
"Häufig wird über die weltweiten Überkapazitäten und die Krise am Stahlmarkt gesprochen, da passen durch die Decke schießende Stahlpreise erst einmal nicht ins Bild – trotzdem sind sie Realität für Stahlverarbeiter auf der ganzen Welt", bemängelt Christian Vietmeyer, Hauptgeschäftsführer beim Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung.

"Schwierige Lage im Stahlgeschäft"
Die Stahlproduzenten, die seit Jahren regelmäßig über China, Importstahl und CO2-Richtlinien klagen, lassen von ihrem Dauer-Gejammer nicht ab. In den laufenden Tarifverhandlungen für die nordwestdeutsche Stahlindustrie führen die Arbeitgeber die "schwierige Lage im europäischen Stahlgeschäft" an, um ihr Angebot (1,3% mehr Geld für 15 Monate) zu begründen.

Kupferpreise stabilisieren sich
Der Kupferpreis ist aktuell bei 5.747 US-Dollar je Tonne. Das rote Industriemetall hat in den letzten Handelstagen Boden unter den Füßen gefunden, nachdem es in der ersten Märzwoche von 6.038 Dollar auf 5.653 Dollar nachgab. Schrotthändler bezahlen für Kupferschrott (Millberry) 4,62 Euro je Kilogramm - nach 4,79 Euro/kg zu Monatsbeginn.

Aktuelle Metallpreise
Auf dem Stahlmarkt kletterte der US-Warmbandpreis um 5 Dollar auf 625 Dollar je Short Ton (644 Euro je Tonne). Der an der Londoner Metallbörse (LME) gehandelte Stahlschrottkontrakt sinkt um 2,3% auf 299 Dollar (282 Euro) je Tonne. Betonstahl der Güte B500C kostet 454 Dollar (428 Euro). Der Eisenerzpreis sinkt mit 86,72 Dollar auf den tiefsten Stand seit einem Monat.