04.04.17

Stahlpreis Prognose: Abstieg mit Ansage

Die Zutaten, um Stahl zu kochen, werden günstiger: Der Eisenerzpreis sinkt auf 79 US-Dollar (74 Euro) je Tonne. Damit ist der wichtige Rohstoff für die Stahlproduktion um 16% günstiger gegenüber Februar, als er bis zu 94 Dollar (89 Euro) kostete. Der Schrottpreis für homogenen Eisen- und Stahlschrott bis Hafen Iskenderun (Türkei) sank in der Woche zum 24. März 2017 um 19 US-Dollar auf 282 Dollar (261 Euro) je Tonne.

Es sei wahrscheinlich, dass die Stahlpreise für Flachstähle an einem Hoch angekommen seien, sagen die Experten der Metallberatungsgesellschaft MEPS. Rückgänge der Stahlpreise dürften jedoch weniger gravierend ausfallen als vorherige Abwärtsbewegungen. In diesem Zusammenhang sei an den Absturz zwischen Ende 2013 und Ende 2015 erinnert, als der Stahlpreis für das Referenzprodukt Warmband in Nordeuropa von 466 Euro auf 315 Euro je Tonne absackte.

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Auf dem Stahlschrottmarkt zeichnet sich ebenfalls eine Trendwende ab. Der an der Londoner Metallbörse (LME) gehandelte Stahlschrottkontrakt sank im März von 293 Dollar (279 Euro) auf 286 Euro (267 Dollar). Der Betonstahlpreis für die Sorte B500C fiel von 451 Dollar (429 Euro) auf 436 Dollar (408 Euro).

Indes kam es bei den Schrottzuschlägen wie erwartet zu einem Anstieg. Der von den Edelstahlwerken verlangte Zuschlag für Stabstahl erhöhte sich ab 1. April auf 188 Euro - nach 159 Euro im März. Der Zuschlag für Blankstahl kletterte gemäß einschlägigen Webseiten der Verkäufer von 182 Euro auf 216 Euro.