27.04.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Donnerstag, 27. April 2017

EU-Stahlmarkt wächst ordentlich
Die Stahlnachfrage in der EU dürfte im laufenden Jahr um 2,5% steigen, prognostiziert der europäische Stahlverband Eurofer. "Schlussendlich sehen wir Anhaltspunkte, dass EU-Stahlunternehmen auch von der besseren heimischen Stahlnachfrage profitieren", sagt Eurofer-Direktor Axel Eggert. Man müsse aber vorsichtig bleiben. Entscheidend sei weiterhin, inwieweit Stahlimporte aus Drittländern die Angebots-und Nachfragesituation in der EU negativ beeinflussen würden.

Kupferpreise erholen sich
Der Kupferpreis ist nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich weiter gestiegen. Knapp 5.652 US-Dollar je Tonne kostet das rote Industriemetall, nachdem es in der letzten Woche auf ein 5-Monatstief bei 5.523 Dollar sank. Der Kupferschrottpreis (Millberry) legt nur leicht von 4,43 Euro je Kilogramm auf 4,47 Euro/kg zu. Das liegt daran, dass der Euro-Wechselkurs nach der Frankreich-Wahl auf ein 6-Monatshoch bei 1,0950 US-Dollar kletterte.

Stahllobby warnt weiter
"Die Europäische Union steht vor einer großen industriepolitischen Herausforderung. An der Stahlindustrie macht sich beispielhaft fest, ob und wie die EU auf Gefährdungen ihrer industriellen Basis reagieren will", sagt Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl. Nachdem man bei den Strafzöllen von der EU-Kommission das bekommen hat, was man wollte, wird der Emmissionsrechtehandel auf die Tagesordnung gesetzt. Es gehe darum "milliardenschwere Auflagen" für die Stahlindustrie möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen.