26.04.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Mittwoch, 26. April 2017

Thyssenkrupp-Tata-Ehe
Eine mögliche Fusion von ThyssenKrupp und Tata Steel stößt auf erbitternden Widerstand der Arbeitnehmerschaft. Willi Segerath, Konzernbetriebsratschef, fordert Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft auf, eine Zusammenlegung zu unterbinden. Sie müsse für die 25.000 Beschäftigten und gegen hoch riskante Fusion zu Lasten der deutschen Stahlarbeiter Position beziehen, so Segerath zur Deutschen Presse-Agentur.

EU-Stahlnachfrage am steigen
Die Stahlnachfrage in der EU werde 2017 um 0,5% auf 158,2 Millionen Tonnen steigen, prognostiziert der Weltstahlverband Worldsteel in seinem neuen Ausblick. 2018 soll es dann ein Plus von 1,4% auf 160,4 Millionen Tonnen. Damit entwickelt sich der EU-Stahlmarkt gegen den weltweiten Trend. Gemäß Worldsteel wird die weltweite Rohstahlproduktion um 1,3% in 2017 steigen, sich dann aber 2018 auf 0,9% verringern.

In der EU ansässige Stahlproduzenten haben ihren Ausstoß im März 2017 deutlich gesteigert. Insgesamt wurden 15,03 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt. Das waren 6,7% mehr als im März 2016. Während in Deutschland das Produktionsplus vergleichsweise gering ausfiel (+1,9), gab es in Italien (+9,5%), Frankreich (+18,1%) und Spanien (+15,7%) kräftige Steigerungen.

Aktuelle Stahlpreise
Die Stahlpreise für europäische Stahlkontrakte treten seit zwei Wochen auf der Stelle. Der an der Londoner Metallbörse (LME) gehandelte Kontrakt für Stahlschrott notiert bei 273 US-Dollar (250 Euro) je Tonne. Betonstahl der Güte B500C kostet an der LME weiter 425 Dollar (390 Euro). Der US-Warmbandkontrakt liegt seit Monatsbeginn bei 650-655 Dollar je Short Tonne.