30.05.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Dienstag, 30. Mai 2017

Stahlpreise weiter in der Bredouille
Die Stahlpreise drohen zum Leidwesen der Stahlkonzerne weiter zu sinken. Hintergrund: Der Eisenerzpreis hat es nicht geschafft, sich aus seiner Abwärtsspirale zu befreien. Der zentrale Rohstoff für die Stahlproduktion sinkt mit 57,91 US-Dollar je Tonne auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten. Der Preis für Kokskohle (Sorte: Hard Coaking Coal Australien) fällt auf 199,40 Dollar, nachdem er vor wenigen Wochen noch über 300 Dollar stand.

Der Stahlpreis für Warmband in Westeuropa sank zuletzt auf 517 Euro je Tonne (7-Monatstief). Warmband und Kaltband in Nord- und Südeuropa wird laut einem Bericht der Metallberatungsgesellschaft MEPS von einem negativen Preisstimmung im Mai eingeholt. Diese sei noch ausgeprägter gewesen als im April.

Zum Thema:
🔗Eisenerpreis Diagramm
🔗Kokskohle Diagramm


US-Stahlimporte
Die USA haben ihre Stahlimporte deutlich erhöht. Aus der EU kauften die Amerikaner im März unter dem Strich 389.000 Tonnen. Das waren 11,8% mehr als im Vorjahresmonat, meldet das American Institute for International Steel. US-Präsident Donald Trump und seinem Wirtschaftsminister Wilbur Ross könnten die Zahlen zum Anlass nehmen, um den US-Stahlmarkt stärker abzuschotten. Salzgitter war eines der ersten Opfer der Abschottungspolitik. Grobblech des zweitgrößten deutschen Stahlherstellers wird in den USA seit Ende März mit einem Schutzzoll von 22,9% belegt.