17.05.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Mittwoch, 17. Mai 2017

Thyssenkrupp und Tata: Es wird konkreter
Hinter den Kulissen wird offenbar sehr ehrgeizig an einer Fusion der Stahlsparte von Thyssenkrupp mit Tata Steel gearbeitet. Die britischen Pensionsverpflichtungen von Tata Steel sollen teilweise ausgelagert werden. "Jetzt macht ein Joint Venture erst recht keinen Sinn", kritisiert Wilhelm Segerath, Konzernbetriebsratchef von Thyssenkrupp, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. "Damit wäre das Risiko aus den Pensionslasten nicht abgestreift."

Jobs in der Stahlindustrie gefährdet
Die deutsche und europäische Stahlindustrie befände sich nicht zuletzt wegen chinesischer Billigexporte in einer außerordentlich schwierigen Lage, heißt in dem Schreiben des CDU-Wirtschaftsflügels, das Spiegel Online vorliegt. Es geht um eine Abschwächung des europäischen Emissionshandels. Die CDU verlangt, dass der europäischen Stahlindustrie mehr Privilegien beim Emissionshandels eingeräumt werden. Geschehe dies nicht, könnten Tausende Jobs in der Stahlindustrie verloren gehen.

Stahlverband fordert mehr Schutz
"Die Stahlindustrie in Deutschland und Europa wird von verschiedenen Seiten herausgefordert", erklärte Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl auf seiner Veranstaltung Stahldialog. "Die Stahlindustrie in Deutschland steht zu einem freien internationalen Handel. Wenn auf dem Weltmarkt jedoch nicht fair gespielt wird, benötigen wir ein wirkungsvolles Schutzinstrumentarium, das auch konsequent angewendet werden muss", so Kerkhoff.