29.08.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Dienstag, 29. August 2017

Es gebe Alternativen zu einer Fusion mit Tata Steel, sagt Sigmar Gabriel an die Adresse des Vorstands von Thyssenkrupp. "Es gibt nationale, über die man reden kann, es gibt internationale, es gibt im Konzern Alternativen", so der frühere Bundeswirtschaftsminister bei einem Besuch der IG Metall in Duisburg laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Einen Zusammenschluss der größten deutschen Stahlproduzenten schloss Gabriel allerdings aus.

Die Idee einer Deutschen Stahl AG, die aus Thyssenkrupp, Salzgitter und Georgsmarinenhütte bestehen würde, hat wegen eines Handelsblatt-Berichtes neue Nahrung bekommen. Gut möglich, dass die Gerüchte aus dem Umfeld von Thyssenkrupp gestreut wurden, als man hier durchaus ein Interesse haben dürfte, die Aufmerksamkeit der Medien von der favorisierten Fusion mit Tata Steel etwas wegzubekommen. Der Salzgitter-Konzern und das an ihm beteiligte Land Niedersachsen lehnen eine Deutsche Stahl AG kategorisch ab.

"Wir sind jederzeit für Gespräche außerhalb einer Thyssen/Tata-Lösung bereit", sagt Dieter Lieske von der IG Metall Duisburg-Dinslaken zu Reuters. "Thyssen/Tata ist für uns keine Lösung", erklärt Wilhelm Segerath, Konzernbetriebsratschef von Thyssenkrupp. Eine endgültige Entscheidung, ob die beiden Stahlkonzerne eine Fusion anstreben, könnte bis zum 8. September 2017 auf dem Tisch liegen, berichtete zuvor die "Börsen Zeitung".