14.09.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Donnerstag, 14. September 2017

Kupferpreis lässt Federn
Der Kupferpreis bereitet Sorge: Er sinkt binnen einer Woche von 6.903 US-Dollar auf 6.527 US-Dollar je Tonne. "Die Bewegung von 6.000 auf 7.000 Dollar in einem Monat kann nicht mit Fundamentaldaten erklärt werden, als diese sich nicht geändert haben und die Zeit des Jahres saisonal bedingt üblicherweise schwach ist", zitiert Reuters den Analysten Carsten Menke von der Bank Julius Bär. Kupfer war zwischen Ende Juli und Anfang September um 16% teurer geworden.

China produziert so viel Stahl wie nie zuvor
Chinas Rohstahlproduktion lag im August 2017 um 8,7% höher als im August 2016, meldet das Statistikbüro in Peking. Insgesamt wurden 74,59 Millionen Tonnen Rohstahl produziert. Ein Rekord. "Die Stahlhütten haben ihren Ausstoß wegen guten Gewinnmargen erhöht", sagt die Analystin Helen Lau von Argonaut Securities in Hongkong laut einer Meldung des Finanzdienstes Bloomberg. Für September und Oktober sei nun mit einer Drosselung des Stahlausstoßes zu rechnen.

Stahlintensive Wirtschaftszweige
Die Industrieproduktion in der Eurozone erhöhte sich im Juni um 0,1%. Gegenüber dem Vorjahresmonat nahm der industrielle Output um 3,2% zu, teilt das Statistikamt Eurostat mit. Ähnlich ist die Lage auf dem Bau. Die Produktion im Baugewerbe fiel im Juni im um 0,5% im Vergleich zum Vormonat, stieg allerdings um 3,4% gegenüber dem Vorjahr.

Automarkt im Aufwind
In Deutschland kletterten die Pkw-Neuzulassung im August um 3,5% gegenüber dem Vorjahresmonat. Insgesamt wurden 253.679 Fahrzeuge zugelassen, berichten VDA und Kraftfahrt-Bundesamt. Deutlich kräftiger Zuwächse gab es in Italien (+15,8%), Spanien (+13,0%) und Frankreich (+9,4%). Der Dieselanteil an den Neuzulassung in Deutschland sank um 7,6% auf 37,7%.