25.09.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Montag, 25. September 2017

Stahlproduzenten erhöhen Stahlpreise
Deutschlands Stahlverbrauch im September 2017 "bleibe robust", berichtet die Metallberatungsgesellschaft MEPS. Die Automobilindustrie und das Baugewerbe benötigten große Stahlmengen. Eine Abwärtsbewegung der Stahlpreise sei bereits im Juli zum erliegen gekommen. In Deutschland ansässige Stahlproduzenten hätte die abnehmende Verfügbarkeit von Importstahl ausgenutzt, um ihre Verkaufspreise anzuheben.

Der Stahlpreis für Warmband aus westeuropäischen Hochöfen sank von März bis Juli von 572 Euro auf 490 Euro je Tonne. Es folgte ein Anstieg auf 538 Euro bis September.

Deutlich mehr als 2.000 Arbeitsplätze in Gefahr?
"Nichts ist gut an dem Deal. Und deshalb müssen wir ihn ablehnen", sagte Thyssenkrupp-Stahlbetriebsratschef Günter Back auf einer Demonstration, an der 7.000 Stahlarbeiter teilnahmen. Bisher heißt es: Bei Thyssenkrupp müssten 1.000 Arbeitsplätze in der Stahlproduktion und 1.000 Arbeitsplätze in der Verwaltung wegen dem sich abzeichnenden Zusammengehen mit Tata Steel wegfallen. Dabei werde es aber wohl nicht bleiben. "2020 - da soll es richtig losgehen." Dann wolle Hiesinger das Joint Venture neu unter die Lupe nehmen, zitiert das Manager Magazin Detlef Wetzel, der bei Thyssenkrupp im Aufsichtsrat die Interessen der Arbeitnehmer vertritt.

Stahlschrottpreise strahlen Ruhe aus
Schrotthändler halten ihre Ankaufspreise konstant. Gemäß einschlägigen Webseiten kaufen sie Mischschrott, wie im August 2017, für 140 Euro je Tonne an. Für Scherenschrott mit einer Dicke von 3 bis 6 Millimeter zahlen sie weiter 160 Euro. Der Edelstahlschrottpreis für die Legierung V2A ist binnen Monatsfrist ebenfalls unverändert bei 0,64 Euro/kg.