17.10.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Dienstag, 17. Oktober 2017

Stahlnachfrage in EU und Deutschland bremst ab
Die EU-Stahlnachfrage steigt 2017 etwa so stark wie die Wirtschaftsleistung, bevor sie sich 2018 verlangsamt. Stahlverwender werden im laufenden Jahr 162,1 Millionen Tonnen Fertigstahlprodukte nachfragen, prognostiziert der Weltstahlverband Worldsteel. Das wäre ein Plus von 2,5% gegenüber dem Vorjahr. 2018 komme es dann zu einer Verlangsamung auf 1,4%. Für Deutschland rechnen die Experten mit einer unterdurchschnittlichen Entwicklung der Stahlnachfrage von 2,1% (2017) und 0,6% (2018).

Konjunkturampel: Dunkelgrün war gestern
Eine neue Erhebung des ZEW-Instituts zeigt, dass der Konjunkturaufschwung in der Eurozone dabei ist, sich abzuschwächen. "Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone gehen recht deutlich zurück", berichtet die Mannheimer Wirtschaftsforscher. Der ZEW-Index für Deutschland kann zwar etwas zulegen. Der Anstieg bleibt allerdings hinter den Erwartungen zurück. Hinzu kommt, dass der deutsche ZEW-Index unter seinem langfristigen Durchschnitt bleibt.

Deutsche Maschinenbau bleibt 2018 sichere Bank
Der stahlintensive deutsche Maschinenbau strebt für 2017 und 2018 jeweils ein Produktionsplus von 3% an. Obschon die protektionistischen Tendenzen in den USA sowie die Russland-Sanktionen Sorge bereiteten, profitiere die Branche derzeit von einer steigenden Nachfrage dank der anziehenden Weltwirtschaft, streicht der Präsident des Branchenverbandes VDMA, Carl Martin Welcker heraus. (Quelle: Deutsche Presse-Agentur)