19.10.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Donnerstag, 19. Oktober 2017

Stahlverarbeitung steigt, Stahlpreise eher nicht
Die Stahl- und Metallverarbeitung werde ihre Produktion im laufenden Jahr stärker steigern als zunächst erwartet. Der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) rechnet mit einem Plus von 4% (zuvor: 1%). Hintergrund ist eine günstige Nachfrageentwicklung. Von einer konkreten Prognose für die Stahlpreisentwicklung sieht der Verband ab. Der Stahlpreis für Warmband in Westeuropa ist zuletzt gefallen. Die Metallberatungsgesellschaft MEPS rechnet mit leicht sinkenden Stahlpreisen bis Ende 2017.

Aktuelle Stahlpreise: Stahlkontrakte
Die Stahlpreise für börsengehandelte Stahlkontrakte senden gemischte Signale aus. Der Kontrakt an der Londoner Metallbörse (LME) für Stahlschrott kletterte seit Anfang Oktober 2017 von 291 US-Dollar (249 Euro) pro Tonne auf 306 Dollar (262 Euro). Der LME-Betonstahlkontrakt (B500C) sank hingegen von 525 Dollar (449 Euro) auf 518 Dollar (443 Euro). Der umsatzstärkste Betonstahlkontrakt in Shanghai legte von 3.603 Yuan (464 Euro) auf 3.733 Yuan (481 Euro) zu. Der Stahlpreis für US-Warmband fiel leicht von 595 Dollar auf 590 Dollar je Short Tonne (907,185 kg).

Wirtschaftswachstum wird stärker
Deutschland werde seine Wirtschaftsleistung 2018 um 2,2% steigern, prognostiziert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). "Die deutsche Wirtschaft bleibt 2018 auf Erfolgskurs. Die Geschäftslage der Unternehmen ist so gut wie nie zuvor", erläutert DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Die Unternehmen wollten sehr kräftig investieren, so seien die Investitionsabsichten auf Rekordniveau. Für das laufende Jahr erwartet der DIHK nun ein Wachstum von 2%, nachdem er zur Jahresmitte 1,8% veranschlagt hatte.