26.10.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Donnerstag, 26. Oktober 2017

Große Stahlproduzenten möchten in Nordeuropa einen Stahlpreis für Warmband von mindestens 560 Euro je Tonne durchsetzen, berichtet die Metallberatungsgesellschaft MEPS. Noch sind die Produzenten nicht am Ziel, als die Verkaufspreise für warmgewalzten Stahl um 20-40 Euro unter dem gewünschten Mindestpreis liegen.

In Deutschland war der Stahlverbrauch im September robust. Die Automobilindustrie und das Baugewerbe hätten signifikante Mengen an Stahl benötigt, berichtet MEPS. Hintergrund ist die ausgezeichnete Verfassung der Produzierenden Gewerbes. Aktuelle Einkaufsmanager-Daten und das ifo-Geschäftsklima zeigen, dass die Industriefirmen im Oktober sogar noch eins draufgesetzt haben.

Auf dem italienische Stahlmarkt, nach Deutschland der zweitgrößte der EU, liegt besonders viel Stahl auf Lager. Dies ist ein Ergebnis von schwachen Gewinnmargen. Italiens Stahlproduzenten sind im Oktober dazu übergegangen bei größeren Bestellungen moderate Abschläge auf die Verkaufspreise einzuräumen.

Frankreichs Stahlindustrie profitiert, wie die deutsche, vom Automobilsektor und der Bauwirtschaft. Beim Handel mit Flacherzeugnisse ist es Anfang Oktober allerdings recht ruhig zugegangen. Die Stahlproduzenten streben zwar höher Verkaufspreise an. Ihre Kunden stehen dem aber skeptisch gegenüber.