28.11.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Dienstag, 28. November 2017

Metallverarbeitende Unternehmen müssen für Rohstoffe deutlich tiefer in die Tasche greifen als vor einem Jahr. Wer Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen aus dem Ausland bezieht, bezahlte im Oktober 18,9% mehr als im Vorjahresmonat, meldet das Statistische Bundesamt. Eisenerz verteuerte sich um 21,9%. Bei den Nicht-Eisenmetallen stechen Kupfer (+32,6%) und Aluminium (+13,5%) hervor.

Die deutsche Industrie warnt vor Rohstoffknappheit. Bei Metallen, die man für den Bau von Batterien benötige (Kobalt, Graphit, Lithium, Mangan), sei man auf Importe angewiesen. Das Angebot werde immer knapper und die Minenbetreiber könnten die Preise diktieren, sagt Torsten Brandenburg von der Deutschen Rohstoffagentur (Dera). Brandenburg spricht von einer Angebotskonzentration: "60 Prozent des global benötigten Kobalts kommen aus dem Kongo, 70 Prozent des Grafits aus China", zitiert Welt/N24 den Experten.

"Im Maschinenbau und bei den Herstellern von Metallerzeugnissen stiegen die Erwartungen auf ein neues Rekordhoch. Mehr als 40 Prozent der Firmen aus dem Maschinenbau erwarten, dass sie ihre Exporte in den kommenden Monaten steigern können", berichtet das ifo-Institut. Ferner melden die Konjunkturforscher, dass im Maschinenbau und in der Elektrotechnik verstärkt neue Leute gesucht werden. In der Industrie ist das ifo-Beschäftigungsbarometer auf einen neuen Rekordwert gestiegen.

Die neuen Konjunkturprognosen der OECD sehen für Deutschland im laufenden Jahr ein Wachstum von 2,5%. Im nächsten Jahr werde sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit 2,3% nur unwesentlich schwächer entwickeln. Frankreich kann für 2017 und 2018 mit BIP-Anstiegen von jeweils 1,8% rechnen. Für Italien veranschlagt die OECD 1,6% (2017) und 1,5% (2018).