10.11.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Freitag, 10. November 2017

Stahlkonzerne verdienen gut
Der Stahlkonzern ArcelorMittal hat deutlich mehr verdient als erwartet. Dank steigender Stahlnachfrage und höheren Verkaufspreisen stieg der Umsatz im dritten Quartal um 2,1 Milliarden auf 17,6 Milliarden US-Dollar. Die durchschnittlichen Stahlpreise in Europa lagen um 3,5% höher als im zweiten Quartal. In Europa und den USA rechne man weiterhin mit einer "gesunden Nachfrage", teilt das Unternehmen mit. Der Salzgitter-Konzern fuhr in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres das beste Ergebnis seit 2008 ein.

Stahllobby in Aufruhr
Die deutsche Stahlindustrie bleibt nach Darstellung der Wirtschaftsvereinigung Stahl in ihrer Wettbewerbsfähigkeit bedroht. Hintergrund ist eine Einigung zwischen Europäischem Parlament, EU-Kommission und Ministerrat über den Emmissionsrechtehandel von 2021-2030. "Mit diesem Ergebnis ist es Brüssel nicht gelungen, Klimaschutz mit der industriellen Wirklichkeit der Stahlindustrie in Einklang zu bringen", klagt Verbandschef Hans Jürgen Kerkhoff. Er fordert die neue Bundesregierung dazu auf, nachzuverhandeln.

Aktuelle Stahlpreise rückläufig
Europäische Stahlpreise für Stahlkontrakte tendieren nach unten. Der an der Londoner Metallbörse (LME) gehandelte Stahlschrottpreis für homogenen Eisen- und Stahlschrott sinkt auf 312 US-Dollar (269 Euro) nach 319 Dollar (275 Euro) zu Monatsbeginn. Auch beim Stahlpreis für Betonstahl (B500C) gibt es einen leichten Abschlag. Er fällt von 526 Dollar (453 Euro) auf 519 Dollar (447 Euro).