22.11.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Mittwoch, 22. November 2017

Europas Stahlproduzenten sind zuversichtlich Anfang 2018 Erhöhungen der Stahlpreise durchzuführen. Im November traten die Preise für Wahlzerzeugnisse auf der Stelle, berichtet die Metallberatungsgesellschaft MEPS. Stahlhändler sind trotz der geringen Verfügbarkeit von Importstahl in einer recht komfortablen Lage.

Das Verarbeitende Gewerbe ist auf kräftigem Expansionskurs, wobei der Stahlverbrauch der Bauunternehmen und der Automobilindustrie erheblich ausfiel. Die deutschen Autoherstellern profitieren sehr stark von China, wo sie über den Sommer ihre Verkäufe kräftige ausgeweitet haben. Jedes dritte deutsche Auto wurde in China verkauft, haben die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young herausgefunden.

Die großen Stahlproduzenten wollten höhere Stahlpreise durchsetzen, würden damit aber bei den Stahlverwendern weitgehend auf Taube Ohren stoßen, meldet MEPS. Hinzu komme, dass Stahl-Service-Center über hohe Lagerbestände verfügen und deswegen keinerlei Druck verspürten, sich derzeit mit Stahl einzudecken.

Deutsche Stahleinkäufer haben trotz eingeschränkter Verfügbarkeit des auf den EU-Markt kommenden Stahl aus Drittländern keine Probleme. Die heimischen Stahlproduzenten haben den Markt mit ihren Erzeugnisse gut versorgt. Dies führt dazu, dass die Stahlpreise im November weitgehend unverändert blieben und von den Stahlproduzenten angestrebte höhere Verkaufspreisen verfehlt wurden.