07.12.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Donnerstag, 7. Dezember 2017

Nordeuropäische Stahlpreise leicht gesunken
Der Stahlpreis für warmgewalzten Stahl aus nordeuropäischen Hochöfen lag per 6. Dezember bei 520-540 Euro je Tonne. Damit ist der Verkaufspreis etwas niedriger als in der Vorwoche, als er laut einer Preisfeststellung von Metal Bulletin bei 530-540 Euro gelegen hatte. Die Stahlproduzenten wollten zum Ende des 1. Quartal 2018 den Verkaufspreis für Warmband um 30 Euro anheben. Mehr als 20 Euro gebe der Stahlmarkt allerdings nicht her, zitiert Metall Bulletin einen nordeuropäischen Stahlhändler.

Kupferpreise am taumeln
An der Londoner Metallbörse (LME) sank der Kupferpreis zwischen dem 24. November und 6. Dezember 2017 von 6.967 US-Dollar auf 6.538 Dollar je Tonne. Die Rückwärtsbewegung hat sich beschleunigt, nachdem in der letzten Woche bekannt wurde, dass sich Chinas Industriekonjunktur abkühlt. Der Caixin-Einkaufsmanagerindex sank im November mit 50,8 Punkten auf den niedrigsten Stand seit fünf Monaten. China verbraucht knapp die Hälfte des auf dem Weltmarkt angebotenen Kupfers. Der Kupferschrottpreis für hochwertigen Kupferdraht (Millberry) sank in den letzten zwei Wochen von 5,02 Euro je Kilogramm auf 4,78 Euro/kg.

Deutsche Produktion sinkt überraschend
Maschinenbauer, Automobilkonzerne und andere Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe haben ihre Produktion überraschend deutlich gedrosselt. Im Oktober sanken die Ausbringungen um 1,4% gegenüber dem Vormonat, teilt das Statistische Bundesamt mit. Konjunkturfachleute hatten mit einem Anstieg um 1% gerechnet. Die Bauproduktion nahm um 1,3% ab. "Die günstige Auftragslage und vor allem die optimistischeren Geschäftserwartungen sprechen jedoch für eine Fortsetzung der guten Industriekonjunktur", kommentiert das Bundeswirtschaftsministerium.