26.01.18

Stahlpreis Warmband Westeuropa 544 € je Tonne (+1 €)

Die Stahlpreisentwicklung 2018 ist aus der Sicht europäischer Stahlproduzenten ernüchternd. Warmband kletterte per 22. Januar 2018 lediglich um 1 Euro auf 544 Euro je Tonne, meldet Steel Benchmarker. "Den aktuellen Vorabschätzungen zufolge dürfte die Wirtschaft aktuell mit einer super Wachstumsrate von annähernd 1% auf Quartalsbasis zulegen", berichtet IHS Markit bezugnehmend auf die Einkaufsmanager-Daten der Eurozone.



Wegen Überkapazitäten bleiben die Stahlpreise niedrig: "In Europa gibt es noch immer deutlich zu viel Kapazität, meiner Einschätzung nach 30 bis 40 Millionen Tonnen", sagte Voestalpine-Chef Wolfgang Eder unlängst im Gespräch mit "Welt". Trotz des seit den 80er-Jahren bestehenden strikten Subventionsverbots würden in der EU technologisch und umweltmäßig nicht mehr konkurrenzfähige Stahlstandorte um jeden Preis aufrechterhalten.

In den USA läuft es besser. Hier legte der Stahlpreis für Warmband in den letzten vier Wochen um 5% auf 736 US-Dollar je Tonne (1.000 kg) zu. Das ist nicht zuletzt kurios, weil der Einkaufsmanager-Index (PMI) für die US-Industriefirmen im Januar 2018 lediglich bei 55,5 Punkten rangiert, wohingegen der PMI für die Eurozone mit 59,6 Zähler deutlich höher ist.