16.10.14

Schrottpreise steigen um 30 Euro auf 140 Euro pro Tonne

Schrott kommt immer öfter bei der Produktion von Rohstahl zum Einsatz. In Europa und Asien setzen Stahlunternehmen auf "Recycling", obgleich Eisenerz, der zentrale Einsatzstoff für die Stahlproduktion, so günstig ist wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Der Ankaufspreis für Mischschrott kletterte seit Juli 2013 im Schnitt von 110 Euro auf 140 Euro pro Tonne. Scherenschrott legte um 20 Euro auf 150 Euro zu. Auf der Händlerebene stiegen die Lagerverkaufspreise für Stahlaltschrott der Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) zufolge von 210,60 Euro auf 232,80 Euro.


Die Verwendung von Schrott für die Rohstahlproduktion legte in der Europäischen Union (EU) im 1. Halbjahr 2014 um 3,4 Prozent zu, wie das Bureau of International Recycling (BIR) mitteilte.

Insgesamt verarbeitenden die Stahlproduzenten 47,7 Millionen Tonnen Schrott. Das Wachstum des Schrottverbrauchs liegt damit auf Augenhöhe mit der Rohstahlproduktion, die in der EU in den ersten acht Monaten des Jahres ebenfalls um 3,4 Prozent anzog.

In China, dem mit Abstand größten Stahlproduzenten der Welt, stieg die Verwendung von Schrott zur Herstellung von Rohstahl um 9,4 Prozent. Japans Stahlproduzenten verbrauchten 5,0 Prozent mehr Schrott.

Obwohl die Eisenerzpreise aktuell mit 80 Dollar je Tonne so niedrig sind wie seit der Finanz- und Weltwirtschaftskrise nicht mehr, konnte der Schrottanteil an der Stahlproduktion gemäß dem BIR "signifikant steigen".