22.02.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Mittwoch, 22. Februar 2017

Stahlschrottpreise Deutschland
"Die Preise auf dem deutschen Stahlschrottmarkt haben im Februar um 15 bis 20 € nachgegeben". Ein Absturz der Stahlschrottpreise zu Monatsbeginn um 40 bis 50 € habe sich als vorübergehend herausgestellt, berichtet EUWID Recycling und Entsorgung. Die Auftragslage der deutschen Stahlwerke sei weiterhin gut. Es gäbe eine kräftige Nachfrage nach Neuschrott. Beim Altschrottaufkommen machten Gerüchte die Runde, wonach Mengen bis März in Erwartung höherer Preise zurückgehalten werden.

Stahlschrottpreise international
Der türkische Importpreis für homogenen Eisen- und Stahlschrott gemischt im Verhältnis 80:20 hat sich kräftig erholt. Auf einen Rückfall zu Monatsbeginn auf 230 US-Dollar je Tonne folgte ein kräftiger Anstieg auf 272 Dollar. Der an der Londoner Metallbörse (LME) gehandelte Stahlschrottkontrakt kletterte in den zurückliegenden drei Wochen von 241 Dollar auf 260 Dollar.

Industriefirmen strotzen vor Optimismus
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar überraschend kräftig aufgehellt. Der ifo-Geschäftsklimaindex steigt dank einer sehr guten Lage im Verarbeitenden Gewerbe. Der Auftragsbestand hat merklich angezogen. "Die Industriefirmen waren deutlich zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage", berichtet Ifo-Präsident Clemens Fuest. Im Baugewerbe trübte sich das Geschäftsklima hingegen etwas ein.

Chinas Stahlproduktion wächst dreimal so schnell wie in EU
Die weltweite Rohstahlproduktion lag im Januar 2017 um 7,0% höher als im Januar 2016. Insgesamt wurden 136,51 Millionen Tonnen Rohstahl erzeugt, meldet Worldsteel. In der Europäischen Union steigerten die Stahlproduzenten ihren Ausstoß um 2,4%. In China, das etwa die Hälfte des weltweiten Stahls produziert, gab es hingegen in Plus von 7,4%. Auf dem US-Stahlmarkt wurde 6,5% mehr Rohstahl erzeugt. Präsident Donald Trump hat versprochen, die US-Stahlindustrie zu altem Glanz zurückzuführen.