Warmband 646 €/Tonne / Anstieg wegen Industrie absehbar

CBAM-Ausgleichszahlungen für CO2-Emissionen von Stahlprodukten und die bessere Lage in den Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes führen zu steigenden Flachstahlpreisen. Der Spotpreis für Warmband steht kurz davor das Hoch des letzten Jahres bei 655 Euro zu übertreffen.

Es fehlen noch 10 Euro, damit  die Stahlpreisentwicklung für nordeuropäisches Warmband auf dem höchsten Stand seit zwei Jahren ist. Aktuell liegt der Spotpreis bei 646 Euro pro Tonne. Das sind 21 Euro mehr als im letzten Monat.

Wegen der mit  CBAM zusammenhängenden Unsicherheit und schwer kalkulierbaren Einkaufsnebenkosten ziehen Käufer EU-Stahl Importen vor.

Dadurch können Stahlwerke Preiserhöhungen durchsetzen. Im März geliefertes Warmband eines großen deutschen Stahlhersteller kostet 650 Euro. ex-works, meldet Fastmarkets. Für April könne es auf 670 Euro hochgehen.

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Stahlhersteller sind gut ausgelastet. Derzeit sind sie in der Lage durch die Abkehr von Importen die Preise hochzuziehen. Gleichzeitig hellen sich der Geschäftsaussichten in der Industrie auf. Neben dem PMI-Index hat auch der ifo-Index für das Verarbeitende Gewerbe im Januar zugelegt.

Unternehmen werden mehr Stahl nachfragen, was die Stahlpreise weiter steigen lässt. Daher dürfte der Warmbandpreis in diesem Jahr deutlich höher gehen als im letzten Jahr, als er im April bei 655 Euro gipfelte.