Stahl Entwicklung Januar / Stahlpreis Prognose Februar

Warmbandpreis nebst PMI Entwicklung Liniencharts

Die Grafik zeigt Anstiege des Stahlpreises für Warmband (Euro je Tonne, linke Achse) und des Einkaufsmanagerindexes (PMI) des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland (rechte Achse) im Januar 2026.

Die Industrie in Deutschland erholt sich, belegt der neue Einkaufsmanagerindex (PMI), den S&P Global letzten Freitag veröffentlichte. Das Barometer stieg von 47 Punkten auf 48,7 Zähler. Der Warmbandpreis kletterte seit Jahresanfang 11 Euro auf 641 Euro pro Tonne.

Im Verarbeitenden Gewerbe zahlen Unternehmen die höchsten Einkaufspreise seit drei Jahren und einem Monat. Neben der Verteuerung von Metallen erhöhen sich die Kosten für Energie, Transport und Löhne.

"Insgesamt ist das ein guter Start ins neue Jahr. Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe kehrte zu einem – wenn auch geringen – Wachstum zurück, ebenso wie die Auftragseingänge", so das Fazit von Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank.

Die Erholung des Verarbeitenden Gewerbes steht aller Voraussicht nach erst am Anfang. In den kommenden Monaten dürfte der PMI über die Schwelle von 50 Punkten, die robustes Wachstum anzeigt, steigen.

Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) stärker wachsen als bislang erwartet. 2026 dürfte das Plus bei 1,1 Prozent liegen und damit 0,2 Prozent mehr als zuvor prognostiziert.

Ausblick

Die Stahlpreise für Flacherzeugnisse werden sich ebenfalls weiter erhöhen, zeigt ein Blick auf die historische Entwicklung von PMI und Warmband.. Ist der PMI über 50 Punkten und am steigen, findet parallel dazu ein mehrmonatiger Anstieg des Warmbandpreises statt.