04.12.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Montag, 4. Dezember 2017

Stahlpreise steigen
An der Londoner Metallbörse (LME) machen die Stahlpreise zum Monatsauftakt, wie so oft, einen kräftigen Satz nach oben. Der Stahlschrottpreis für homogenen Eisen- und Stahlschrott steigt von 313 US-Dollar (263 Euro) nach 341,50 Dollar (289 Euro). Auch beim Stahlpreis für Betonstahl (B500C) gibt es einen kräftigen Aufschlag. Er klettert von 518 Dollar (435 Euro) auf 555 Dollar (470 Euro).

Die Stahlpreise für Flachstahl in Nordamerika dürften im Dezember moderat steigen, prognostiziert die Metallberatungsgesellschaft MEPS. Stahlproduzenten werde es nur teilweise gelingen, höhere Stahlpreise durchzusetzen, als Stahlhändler ihre Lagerbestände niedrig hielten. Damit ist die Lage ähnlich wie auf dem europäischen Stahlmarkt. Auch hier stünden Stahl-Service-Center unter keinerlei Druck ihre Lagerbestände zu erhöhen, hatte MEPS Ende November berichtet.

Konjunkturausblick
Die deutschen Maschinenbauer haben zu Beginn des vierten Quartals 9% mehr Aufträge an Land gezogen als im Vorjahr. "Gegenwärtig wird die Konjunktur im Maschinenbau ganz klar von den Exporten angetrieben", erläutert der Konjunkturexperte Olaf Wortmann vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Die Bestellungen aus den Euroraum legten um 17% zu, während das Plus aus dem Inland lediglich bei 7% lag.

Derweil gibt es erste Anzeichen einer Konjunkturabkühlung in Deutschland. Der Konjunkturindex des Beratungsinstituts Sentix gibt im Dezember überraschend nach. Die Erwartungen an das künftige Wirtschaftswachstum sinken deutlich. Sollte sich der Abwärtstrend bestätigen, "hätten wir dann im November ein Top in der Konjunktur gesehen", erläutert Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner.