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19.05.14

Einbrechende Eisenerzpreise zünden Turbo bei Stahlaktien

Wegen eines Absturzes der Eisenerzpreise liebäugeln Stahlunternehmen wie ThyssenKrupp und ArcelorMittal mit höheren Gewinnmargen. Die seit Wochen steigenden Stahlpreise haben die Aktienkurse bereits angeschoben.

Der Eisenerzpreis sank an der Börse in Singapur auf ein Vierjahrestief bei 100,70 US-Dollar pro Tonne. Gleichzeitig brach der Terminkontrakt auf 97,84 Dollar ein, wie Reuters berichtet. Hintergrund sei die Furcht vor einer Abkühlung der chinesischen Konjunktur.

(Weiterlesen: Stahlpreisentwicklung 2014 beendet Krisenmodus)

Für europäische Stahlproduzenten könnte es derzeit wohl kaum besser laufen. Auf der einen Seite setzen sie höhere Stahlpreise durch. Branchenprimus ArcelorMittal peilt eine Steigerung der Stahlpreise um 20 Euro pro Tonne für warm gewalzten Stahl (Hot-Rolled Coil) an.

Auf der anderen Seite profitieren ArcelorMittal, ThyssenKrupp und Salzgitter von sinkenden Beschaffungskosten für Eisenerz, das der zentrale Rohstoff für die Stahlproduktion ist.

Sollte die Konjunkturabkühlung in China die Eisenerzpreise weiter drücken und sich Europa schneller wirtschaftlich erholen, als das viele derzeit denken, müssten demnach die Stahlaktien sehr viel kräftiger steigen, als sie das in den vergangenen Wochen ohnehin bereits getan haben.

Anteilsscheine von ArcelorMittal kletterten seit Mitte März 2014 von 10,72 Euro auf 11,59 Euro (+8,12 Prozent). Die Papiere von ThyssenKrupp stiegen um 25,42 Prozent auf zuletzt 22,20 Euro, während der Kurs der Salzgitter-Aktie von 27,16 Euro auf 33,01 Euro (+21,54 Prozent) anzog.