22.10.15

Stahlpreis für Warmband sinkt in Nordeuropa 10 € auf 333 €

Die nordeuropäischen Stahlproduzenten senken ihre Stahlpreise für warm gewalzten Stahl noch einmal um 10 Euro pro Tonne. Das meldet "Steel First" und beruft sich dabei auf auf mehrere Quellen aus der Stahlindustrie. Hintergrund der Preissenkungen sei ein von günstigem Importstahl ausgehender scharfer Konkurrenzkampf auf dem europäischen Stahlmarkt.

Sollte sich die Meldung bestätigen, würde Warmband in Nordeuropa per 16. Oktober 2015 lediglich 333 Euro kosten und ein neues Redkordtief markieren. Ein Ende der Talfahrt ist wegen sinkender Eisenerzpreise nicht absehbar. Der zentrale Einsatzstoff für die Stahlerzeugung steht auf dem Weltmarkt kurz davor unter 50 Dollar pro Tonne zu fallen. Im September 2015 hatte Eisenerz noch bei knapp 60 Dollar gelegen.


Die weltweite Erzeugung von Rohstahl gab erneut nach. Im September 2015 lag die Produktion mit 131,94 Millionen Tonnen um 3,7% niedriger als im September 2014, teilt der Weltstahlverband mit. Im August 2015 gab es bereits einen Rückgang um 3,1% gegenüber dem Vorjahresmonat. Diesmal ist auch Europa betroffen: Die Rohstahlproduktion in der EU sank im September um 4,6% auf 13,57 Millionen Tonnen. Im August war sie gegen den Trend um 0,1% auf 12,15 Millionen Tonnen gestiegen.

Deutschland ist in Europa mit einer Rohstahlproduktion von 3,38 Millionen Tonnen pro Monat unangefochtener Spitzenreiter. Es folgen Italien mit 2,08 Millionen Tonnen, Spanien mit 1,28 Millionen Tonnen und Frankreich mit 1,25 Millionen Tonnen.