13.12.16

Stahlpreise und Stahlmarkt: Dienstag, 13. Dezember 2016

Stahlkocher produzieren weniger
Deutschlands Rohstahlproduktion lag im November 2016 um 4,2% niedriger als im November 2015, teilt die Wirtschaftsvereinigung Stahl mit. Stahlproduzenten wie Thyssenkrupp und Salzgitter erzeugten 3,34 Millionen Tonnen Rohstahl bei einer im internationalen Vergleich recht hohen Kapazitätsauslastung von 85%. Die Erzeugung warmgewalzter Erzeugnisse, deren Verkaufspreise binnen Jahresfrist deutlich gestiegen sind, sank lediglich um 0,4%.

Maschinenbauer unzufrieden
Der Maschinenbau blickt ein wenig optimistischer in die Zukunft. Für 2017 rechnen die Hersteller mit einer Produktionsausweitung um 1%, teilt der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. In den ersten zehn Monaten 2016 gab es ein Minus von 0,7% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ein breit angelegter konjunktureller Aufschwung sehe jedoch anders aus, schränkt VDMA-Präsident Carl Martin Welcker ein. Echte Wachstumsimpulse seien nicht absehbar.

Konjunkturelle Erholung nimmt Fahrt auf
Der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland und der Eurozone ist im Dezember intakt geblieben, stellt das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fest. In Deutschland verblieb der ZEW-Index auf dem hohen Niveau des Vormonats. Der Indikator für die Eurozone stieg entgegen den Erwartungen recht deutlich an. Die meisten Impulse dürften aus Frankreich gekommen sein. Hier zeigen sich die befragten Experten offenbar erleichtert darüber, dass Präsident Hollande wegen seiner desaströsen Wirtschaftsbilanz den Rückzug angekündigt hat.

Metallpreise uneinheitlich
Der Eisenerzpreis klettert mit 83,58 US-Dollar (78,85 Euro) auf den höchsten Stand seit 26 Monaten. Wie stark die Eisenerzpreisentwicklung gestiegen ist, zeigt ein Vergleich zum Vorjahr. Im Dezember 2015 kostete der zentrale Rohstoff für die Stahlerzeugung lediglich 38,30 Dollar (35,14 Euro). Kupfer fällt hingegen auf 5.721 Dollar (5.397 Euro) zurück, nachdem es in der letzen Woche auf ein 18-Monatshoch bei 5.945 Dollar (5.608 Euro) steigen konnte.