01.11.12

Stahlpreisentwicklung steigt auf $618 nach $592

Am Rohstoffmarkt ziehen die Stahlpreise etwas an. Die Stahlpreisentwicklung für amerikanischen Warmbreitband klettert auf 618 Dollar. Mitte Oktober lag der Stahlpreis pro Tonne noch bei 592 Dollar. Rechnet man zu den tagesgültigen Wechselkursen der Gemeinschaftswährung um, ergibt sich ein Anstieg von 455 auf 475 Euro (+4,4 Prozent).

Die in erster Linie für Hoch- und Tiefbauzwecke eingesetzten Steel Billets kosten gegenwärtig an der Londoner Metallbörse (LME) 340 Dollar pro Tonne. Das sind zwar 30 Dollar mehr als am 23. Oktober, als der LME Stahlpreis auf ein Dreijahrestief bei 310 Dollar sank. Allerdings notiert die Londoner Stahlpreisentwicklung aktuell um mehr als die Hälfte unter dem Hoch vom August 2011 bei 690 Dollar.

Anders sieht es bei US-Stahlpreis für Warmbreitband aus, der 26 Prozent unter dem Jahreshoch von 2011 bei 800 Dollar liegt. Die sehr unterschiedliche Stahlpreisentwicklung für Warmbreitband und Steel Billets spiegelt die Wachstumskluft zwischen Europa und den USA wider. In Ländern wie Spanien und Irland gibt es nach den stattgefundenen Baubooms nur eine sehr geringe Nachfrage nach Baustahl.

Wachstum

In Großbritannien, Frankreich und Italien liegt die Konjunktur ebenfalls am Boden. Wenn in Deutschland derzeit nicht so viel gebaut werden würde, stünde der LME Stahlpreis wahrscheinlich schon unter 300 Dollar. Die Wirtschaftsleistung der Eurozone wird dieses Jahr voraussichtlich um 0,2 Prozent schrumpfen. Nächstes Jahr will der angeschlagene Währungsverbund ein Plus von 0,4 Prozent schaffen.

Anders sieht es in den USA aus. Ökonomen erwarten für 2012 und 2013 Wachstumsraten von zwei Prozent. Der gebeutelte Häusermarkt kommt allmählich wieder in Gang. Dies könnte zusammen mit einer zaghaften Erholung im Euroraum der LME Stahlpreisentwicklung im Jahr 2013 Rückenwind geben.